Matthew, Puka und ein drittes Quarter zum Vergessen - zum Sieg gedropped
Ein Spieltag, der alles geboten hat, was das Rams-Herz braucht und nicht braucht. Die Rams schlagen die Cardinals in einem Spiel, dass uns so in den Playoffs nicht passieren darf. Um eine in weiten Strecken dominante Defensive Front brauchen wir uns keine Sorge machen, wohl aber um unser Defensive Backfield. Davon abgesehen schmeißt Matthew Starrford weiter den Ball zu Puca Nacua und einige Receiver müssen ihre Moral in puncto Fangen dringend überdenken.
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— x - Los Angeles Rams (@RamsNFL) January 5, 2026
Spielverlauf
Arizona gewann den Toincoss und entschied sich dafür, zuerst die Offense aufs Feld zu schicken. Dieser erste Drive von den Cardinals endete fast so schnell, wie er begonnen hatte: Strip Sack und Fumble Recovery durch die Rams Defense. Das erste Viertel lässt sich allgemein gut als „zäh“ beschreiben. Beide Teams konnten lediglich ein Field Goal verwandeln, bevor die Seiten zum ersten Mal an diesem Abend getauscht wurden.
Im zweiten Quarter übernahmen die Rams dann zunehmend die Kontrolle. Stafford verteilte den Ball geschickt zu Nacua, Higbee und Parkinson, während das Laufspiel gerade genug tat, um die Defense der Cards kurz zu halten. Kurz vor der Pause dann der Doppelschlag der Rams.
Erst ein toller Pass von Stafford auf Nacua bei 4th Down, der den Ball mit einer Hand im Rückwärtsfallen einpackt, danach eine schön erarbeitete Interception von Witherspoon, der dem Cardinals Receiver den Ball aus den Händen zerrt und ein weiteres Fieldgoal der Rams, welches die Teams mit einem Spielstand von 16:6 zum Pausentee schickte.
Und eben dieser Pausentee schien bei den Cardinals eine ganz besondere Wirkung gehabt zu haben. Das Team kam mit einer ganz anderen Energie aus der Kabine. Die Rams, vielleicht etwas zu beruhigt von der Pausenführung, verloren vollständig den Faden und pushten die Cardinals somit noch mehr.
Erst brachte ein erfolgreicher Fake Punt inklusive anschließendem tiefen Ball zu Michael Wilson den Anschluss, dann die Nachlässigeit der Rams einen weiteren Scoring Drive der Cardinals zur Führung. Spiel gedreht, Fassungslosgkeit im SoFi und die Frage, was hier eigentlich gerade passiert.
Was dann passierte lässt sich vielleicht Erfahrung beschreiben. Die Rams antworteten mit einem tollen Drive über 70 Yards, in welchem Blake Corum und Tyler Higbee nicht unwesentliche Rollen spielten. Stafford lief langsam warm und brachte sich wieder zurück in die MVP-Diskussion.
Ein 21-Yard-Touchdownpass zu TE Colby Parkinson auf einer langen Crossing Route besorgte den Führungswechsel und gab den Rams das nötige Selbstvertrauen, um wieder die Kontrolle zu übernehmen.
Im letzten Viertel wurde der Rams Gameplan hervorragend aufs Feld gebracht. Am besten zu sehen war es in den zwei langen Scoring Drives: Zunächst kam ein 66-Yard Drive mit langem Lauf von Kyren Williams, Jet Sweep von Nacua und schönem langen Ball zu Higbee für sechs Punkte. Darauf folgte ein Drive über 81 Yards, der eigentlich nur noch aus Laufspielzügen bestand. Am Ende konnte Parkinson seinen zweiten Touchdown des Abends verbuchen und die Rams Defense schaffte es, mit einem Stopp durch Sack von Johnson endgültig den Deckel drauf zu machen.
Was lief gut?
Stafford zurück auf MVP-Niveau mit 259 Yards Passing und 4 Touchdowns ohne Turnover, dazu die Defense mit 6 Sacks und 2 Turnovers. Puka Nacua mit einem typischen Spiel (10 Catches bei 11 Targets, 76 Yards, 1 TD, mit seinen 24 Rushing Yards exakt 100 Yards Raumgewinn). und auch ein Tyler Higbee mit 5 Catches für 91 Yards und 1 TD waren die Key-Performances des Abends.
Was lief schlecht?
Das dritte Quarter so zu verpennen darf in den Playoffs gegen kein Top-Team so passieren. Ebenso wenig wie die Drops und Missed Tackles.
See you Saturday. 🗓️ pic.twitter.com/utEbp3Hw7T
— x - Los Angeles Rams (@RamsNFL) January 5, 2026
Fazit
Ein Spiel mit Licht und Schatten. Mit jeder Menge Emotionen und am Ende einem klaren Sieg gegen einen Divisionsrivalen verabschieden uns aus der Regular Season. Einiges kann uns Mut für die Wildcard-Round machen, es liegt aber noch ein ganze Stück Arbeit vor uns, wenn wir ganz oben mitspielen wollen. Jetzt gilt es, alle Augen auf Carolina zu richten, um uns für die unnötige Niederlage in Woche 13 zu revanchieren und in die Divsional Round einzuziehen!

