WEEK 1
13.09.21
@
Sofi Stadium
Los Angeles,Californien

Preview Week 1: Bears @ Rams

Football is back. Es ist so weit. Das erste Spiel der Saison steht an. Die Bears treffen auf die Rams im Sofi-Stadium. Das erste Mal mit Fans. Die Rams hoffen auf einen guten Start und die Bears werden natürlich auch versuchen das Beste aus ihren Möglichkeiten zu machen. Die Rams sind in diesem Spiel, nach den Buchmachern in Las Vegas, 7.5 Punkte Favorit. Das ist einer der grössten Spreads in Woche eins. Nur die 49ers sind auch 7.5 Punkte Favorit gegen die Lions. Das Spiel wird in den USA auf NBC und in Deutschland via Gamepass und DAZN um 02:20 deutscher Zeit übertragen. Whitehead ist Brad Allen.

Über die Bears und die NFC North

Die NFC North beheimatet die Bears, Lions, Packers und die Vikings. Dies ist eine mittelstarke Division, in der die Packers als Favorit hervorgehen. Die Vikings stehen knapp dahinter. Sie können dieses Jahr aber zeigen, das mehr drin ist als letztes Jahr. Die Bears, auf die wir gleich noch im Einzelnen zu sprechen kommen, zählen als die Mannschaft, die im Mittelfeld anzusiedeln ist. Schlusslicht bei den Experten sind die Lions. Natürlich muss man sich im Klaren sein das die Saison gerade einmal beginnt und natürlich alles offen ist. Wir werden uns für dieses Jahr etwas die letztjährigen Stats ansehen. Natürlich hat sich bei den Mannschaften einiges geändert, sodass die Stats  mit Vorsicht zu geniessen sind.

Was vor der Partie für Überraschungen sorgte, ist, dass nicht Rookie QB Justin Fields, sondern Veteran Andy Dalton starten wird. Warum das so ist, kann man nur mutmaßen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass HC Matt Nagy den Rookie nicht direkt gegen die letztjährige beste Defense der NFL antreten lassen möchte. Verstehen kann man das natürlich. Die Frage wird jedoch sein, ob Andy Dalton eine bessere Wahl ist. In der Preseason sah Fields sehr gut aus. Wäre es nicht besser dem Rookie richtige NFL-Erfahrung sammeln zu lassen? Das Risiko den Neuling gegen die Rams in Schockstarre zu versetzten bleibt natürlich bestehen. Es kann gut sein, das man Fields bereits in Woche Zwei gegen die Bengals aufstellen wird. Sean McVay sagte trotzdem, dass es naiv wäre, sich nicht für Justin Fields vorzubereiten. Eventuell wird man ihn für ein paar Plays auf dem Feld sehen.

Die Rams haben mit Cam Akers zwar den #1 RB verloren, aber mit Darrel Henderson Jr. bereits den nächsten Pfeil im Köcher. Zusätzlich wurde für Sony Michel getraded, der auch für Week Eins bereit sein soll. Das starke WR Corp mit Cooper Kupp und Robert Woods wurde mit dem Deep Threat DeSean Jackson verstärkt. Von Van Jefferson erhofft man sich auch eine Steigerung.

Wie standen die Bears im Gegensatz zu den Rams letztes Jahr statistisch da?

Im Grunde ist es so, dass die Bears eine sehr gute Defense-Line und starke Linebacker haben. Die „Front Seven“ kann zu Problemen führen. Khalil Mack ist einer der bekannteren Namen und Linebacker Roquan Smith ist für die Mitte zuständig. Die Bears waren 17th in pass rush sacks und 8th in pressure. Dafür ist die Secondary etwas löchrig. Die Pass Defense war mit einem zugelassenen Passer Rating von 94.9 an Rang 20. Die Bears Defense hat im Schnitt 4.1 yards per carry zugelassen, während die Rams dagegen 2nd in pass rush sacks und 5th in pressure waren. Das zugelassene Passer Rating von 80.4 bedeutet den zweiten Platz. Wenn die Jungs aus Los Angeles die gute Defense beibehalten, stehen die Chancen gut Andy Dalton unter Druck zu setzen. Dies muss auch der erste Schritt sein, um Dalton aus dem Konzept zu bringen. In seinen Spielen bei den Cowboys war er zwar nicht schlecht unter Druck, jedoch sah dies beim Spiel gegen die Bengals anders aus. Wenn die Rams ordentlich Druck bringen, wird es der erste Weg zum Sieg sein. Die Bears haben eine eher schwache Offense Line. G Elijah Wilkinson übernimmt für Charles Lenos, welcher gegangen ist. Auch intern wurde viel hin und her gerückt, was besonders zu Beginn der Saison zu Abstimmungsprobleme führen könnte. Gut für die Rams Defense Line und Edge Rusher. Vor allem auf Leonard Floyd sollte man ein Auge werfen, sofern er seine guten Leistungen im vergangenen Jahr beibehalten kann. Nach dem Abgang von Samson Ebukam wird Justin Hollins nachrücken. Wir dürfen uns aber auch auf Ogbonnia Okoronkwo und vor allem Terrel Lewis freuen.

Den „Attack“ der Bears durch die Luft wird die Secondary der Rams versuchen zu verhindern. Die Bears haben in der Offseason WR Marquise Goodwin gesigned. Er war letztes Jahr noch bei den Eagles unter Vertrag, setzte aber mit dem “opt out” durch Covid-19 aus. Unangefochtene “Nr 1” ist Allen Robinson II, der bei den NFL Top 100 auf Platz 87 gewählt wurde. Mit Jalen Ramsey und Darious Williams haben die Rams jedoch ein sehr gutes Squad auf Cornerback. Die Rams müssen den Abgang von John Johnson III mit Jordan Fuller kompensieren. Er ist gleichzeitig auch der Captain der Defense. Wir sind gespannt wie sich Fuller als Defense Playcaller auf dem Feld macht. Auf der anderen Seite steht Taylor Rapp.

Ehemalige Rams

Bei den Bears sind auch ein paar Ex-Rams unter Vertrag. Nsimba Webster ist eigentlich als WR gelistet. Er wird aber eher als Specialist eingesetzt. Ein alter Bekannter ist auch LB Alec Ogletree. Er hatte ein paar wirklich erfolgreiche Jahre bei den Rams und wurde von den Bears im August für ein Jahr gesigned. Dort hat Ogletree gut im Trainingcamp der Bears abgeräumt und steht im 53-Mann-Roster. Er hat die Chancen in der Rotation zu spielen. Vor allem da Danny Trevathan auf der IR sitzt. Ob er aber immer noch so erfolgreich spielt, wie bei den Rams bleibt abzuwarten. Nick Foles ist der dritte QB auf dem Roster und eher der White Board Halter. Robert Quinn hatte ein gutes Jahr bei den Cowboys und wurde dann long term von den Bears gesigned. Letztes Jahr hatte er ein down year mit nur zwei Sacks. Die Chance für die Bears stehen aber gut, dass er sich dieses Jahr wieder verbessert. K Cairo Santos war mal kurz bei den Rams. Dort hatte er ein extra Punkt und ein Fieldgoal verschossen. Safety Marqui Christian hatte von 2016 bis 2019 55 Spiele mit den Rams und war letztes Jahr mehr auf dem Practice Squad. Er hat das Bears Roster aber geschafft und steht im Kader.

Die wichtigsten Matchups sehen wir bei:

Sean McVay vs. Sean Desai:
Sean Desai ist der neue Defense Coordinator der Bears. Inwiefern wird Sean McVay in der Lage sein Sean Desai “auszucoachen”?
Durch die eher schlechtere Secondary könnten wir von McVay direkt eine vertikalere Offense sehen. Dies kannte man von McVay schon aus der Vergangenheit. McVay muss versuchen, Lösungen gegen eine starke Bears Defense zu finden, welche die Rams schon in vergangenen Spielzeiten vor Probleme gestellt hat.

Rams Defenseline vs. Bears Offenseline:
Inwiefern wird die Rams Defenseline die Bears Offenseline dominieren können?
Die Offenseline der Bears ist, wie schon geschrieben, mit Fragezeichen übersäht. Hier muss die Defense direkt durchstarten und zeigen, dass sie immer noch eine der besten Defenses der NFL ist. Andy Dalton muss unter Druck gesetzt werden. Die Secondary wird die Luftwege schließen.

Matthew Stafford vs. Andy Dalton:
Matthew Stafford hatte letzte Saison 26 Touchdowns, 10 Interceptions und ein Rating von 96.3, Andy Dalton spielte 11 Spiele bei den Cowboys und hatte 14 Touchdowns und 8 Interceptions mit einem Rating von 87.3. Wer kommt besser ins Spiel und wird von der Defense aus dem Takt gebracht? Matthew Stafford und Andy Dalton haben beide neue Teams. Der Vorteil liegt jedoch mehr auf Staffords Seite, der nun regelrecht froh darüber ist, wo er jetzt spielen darf. Er ist glücklich und hat was zu beweisen. Dies dürfte dem Spiel auch den Stempel aufdrücken.

Alles in allem haben die Rams das Momentum eines neuen und hoch motivierten QB auf ihrer Seite. Die Rams werden rund um die NFL gehyped. Jedoch muss man hier aufpassen. Eine saubere Vorbereitung ist das A und O. Die Offense sollte trotzdem balanced sein und die Rams sollten mit den vertikalen Pässen nicht überreagieren. Die Rams sollten die Bears Offense Line mit der starken Defense Line dominieren, was die Edge Rusher auf den Plan ruft. Damit sollte man genug Druck aufbauen, um Andy Dalton aus dem Spiel zu bringen. Die Secondary muss die Luftwege schließen. Die Offense muss direkt Punkte aufs Board bringen, um die Bears in Zugzwang zu versetzen.

GO RAMS